Interkultureller Austausch
Regelmäßig organisieren wir Workcamps in Nairobi, um aktiv an der Projektarbeit teilzunehmen. Vor allem ermöglichen wir auf diese Weise den Kontakt und Austausch zwischen jungen Kenianern und Deutschen. Vor Ort arbeiten wir in den bestehenden Angeboten des Projekts mit, bieten jedoch auch eigene Kurse und Workshops an,
Workcamp 2004
In den ersten Tagen nach unserer Ankunft wurde uns das Projekt vorgestellt und wir begannen mit den Leitern unseren Arbeits- und Zeitplan durchzusprechen. In den folgenden Wochen begannen wir dann mit unserem Workshop-Programm, dass wir in den vorrangegangenen Monaten hier in Deutschland vorbereitet hatten. Dies umfasste sowohl künstlerische, handwerkliche, aber auch interaktiv- informierende.
Interkultureller Austausch
So boten wir den Projektmitgliedern insgesamt 6 Workshops an, die alle mit Begeisterung angenommen wurden, auch wenn wir merken mussten, dass sich die Arbeits- und Unterrichtsstrukturen doch sehr stark von unseren Erwartungen unterschieden. Derartige Probleme wurden dann im interkulturellen Workshop aufgearbeitet. Dieser stand vollkommen im Zeichen der Kommunikation, dem gezielten Informationsaustausch und dem Verdeutlichungen kultureller Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten.
Aids-Workshop
Des weiteren veranstalteten wir einen Workshopblock zum Thema HIV/Aids, dessen Notwendigkeit uns in den Gesprächen immer wieder eindringlich vor Augen geführt wurde. In Kenia liegt die HIV- Infektionsrate bei ca.14% und wenn man mit Jugendlichen über das Thema spricht lässt sich ganz schnell nachvollziehen warum. Doch auch wir konnten hier noch einiges lernen. Als "aufgeklärter Mitteleuropäer" ist man doch oft schockiert, wenn man merkt, dass einfache Fragen manchmal gar nicht so einfach zu beantworten sind. Und auch die verwunderten Blicke die es nach sich zieht, wenn man zugibt, noch nie etwas von "female condoms" gehört zu haben, vergisst man nicht so schnell.
Neben diesen eher auf den Dialog angelegten Workshops gab es noch weitere, die an das grundlegende Konzept des MACs angelegt waren.
Spiele-Workshop
In unserem Spiele-Workshop wurde hauptsächlich handwerklich gearbeitet. In gemeinsamer Arbeit wurden Spiele wie "Mensch ärgere dich nicht", Memory oder Jenga aus Holz angefertigt und bemalt. Als Großprojekt nahmen wir uns den Bau eines Kickers vor, ein Spiel, dass sich auch im Slum größter Beliebtheit erfreut.
Computerworkshop
Besonders großer Beliebtheit erfreute sich ein Computerworkshop, in dem den Jugendlichen die Grundlagen der Benutzung eines Computers beigebracht wurden wie der Umgang mit Maus und Tastatur und elementaren Grundkenntnissen in Text- und Bildbearbeitung. Dieser Workshop wurde dann auf einem fortgeschritteneren Niveau auf die Projektleiter ausgeweitet um diesen mit dem Umgang der gespendeten Drucker, Scanner, der Digitalkamera und allgemeiner Bildbearbeitung vertraut zu machen.
Renovierung und Freizeit
Die restliche Arbeitszeit nutzten wir für eine großangelegte Renovierungs- und Anstreichaktion, in der wir gemeinsam mit den MAC- Mitgliedern die Arbeits- und Ausstellungsräume verschönerten.
Außerdem entwarf unsere Grafik-Fraktion neue Flyer und ein Gestaltungskonzept für die Eigenwerbung des MAC und seiner Partnerprojekte.
Neben dem Arbeiten nutzten wir unseren Aufenthalt natürlich auch, um mehr von dem wunderschönen Land zu sehen. So unternahmen wir an den Wochenenden Ausflüge nach Uthini, dem Dorf in dem ein Teil unserer Gruppe bereits vor 2 Jahren in einem Workcamp arbeitete, sowie in den Hell's gate Nationalpark beim Lake Naivasha.
Resümmee
Abschließend kann man sagen, dass die Reise ein voller Erfolg war. Wir konnten uns ein umfangreiches Bild von dem Projekt machen und deren Mitglieder und Mitarbeiter bei der gemeinsamen Arbeit kennen lernen. Wir sind uns einig, dass wir das MAC weiterhin unterstützen und promoten werden und sich die Arbeit von SIMAMA weiter diesem Thema widmen wird.
Wir möchten uns noch mal bei allen bedanken, die uns mit Sach- und Geldspenden, aber auch durch ihre tatkräftige Unterstützung geholfen haben diese Reise überhaupt zu ermöglichen und darüber hinaus dem MAC-Projekt eine Vielzahl an Arbeitsmaterialien zu sponsoren, vom Buntstift bis zum Computer.



